Diese Panna cotta kommt ganz ohne tierische Zutaten aus. Statt Sahne nimmst du Kokosmilch und einen ungesüßten Pflanzendrink, statt Gelatine sorgt Agar-Agar für die Bindung. Das hat einen angenehmen Nebeneffekt: Agar wird schon beim Abkühlen fest. Nach etwa zwei Stunden im Kühlschrank ist das Dessert servierbereit.
Die Mischung aus Kokosmilch und Mandeldrink macht die Creme leichter als eine reine Kokosvariante, ohne dass der Kokosgeschmack verloren geht. Dazu passt eine frische Mangosoße mit etwas Limette.
Zutaten für 4 Portionen
Für die Panna cotta:
- 250 ml Kokosmilch aus der Dose, vorher gut aufgeschüttelt
- 250 ml Mandel- oder Haferdrink, ungesüßt
- 1 gestrichener TL Agar-Agar-Pulver (etwa 2 g, Packungsangabe beachten)
- 2 bis 3 EL Ahornsirup oder Zucker
- 1 Vanilleschote oder 1 TL Vanilleextrakt
- 1 Prise Salz
Für die Mangosoße:
- 1 reife Mango
- 1 bis 2 EL Limetten- oder Zitronensaft
- 1 TL Ahornsirup, nach Wunsch
- etwas Wasser zum Verdünnen
Zubereitung
- Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Kokosmilch, Pflanzendrink, Vanillemark, Schote und Salz in einen Topf geben.
- Das Agar-Agar mit einem Schneebesen in die noch kalte Flüssigkeit rühren, damit sich keine Klümpchen bilden.
- Unter Rühren aufkochen und 2 Minuten leicht sprudelnd köcheln lassen. Dieser Schritt ist entscheidend: Agar-Agar bindet erst, wenn es gekocht hat.
- Den Topf vom Herd nehmen, die Vanilleschote entfernen und den Ahornsirup einrühren.
- Eine Gelierprobe machen: einen Teelöffel der Masse auf einen kalten Teller geben und nach ein bis zwei Minuten prüfen. Ist sie zu weich, eine Messerspitze Agar in 2 EL kaltem Pflanzendrink anrühren, dazugeben und noch einmal 2 Minuten köcheln lassen.
- Die Masse gleich in 4 Gläser oder leicht geölte Förmchen füllen. Nicht lange warten, denn Agar beginnt schon beim Abkühlen zu gelieren.
- Etwa 20 Minuten bei Raumtemperatur abkühlen lassen, dann abgedeckt mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.
- Für die Soße die Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Kern schneiden und mit Limettensaft und nach Wunsch Ahornsirup fein pürieren. Ist sie zu dick, etwas Wasser einrühren.
- Die Panna cotta im Glas mit der Soße servieren oder stürzen: Rand mit einem dünnen Messer lösen, das Förmchen kurz in heißes Wasser tauchen und auf einen Teller drehen.
Die Konsistenz anpassen
Mit einem gestrichenen Teelöffel Agar wird die Panna cotta schnittfest und lässt sich gut stürzen. Magst du sie lieber weich und cremig im Glas, reicht etwa ein halber Teelöffel. Weil Agar-Produkte unterschiedlich stark binden, lohnt sich die Gelierprobe aus Schritt 5 jedes Mal.
Ist die fertige Creme doch zu fest geworden, kannst du sie wieder in den Topf geben, etwas Pflanzendrink zufügen, noch einmal aufkochen und neu abfüllen. Agar-Agar verträgt das problemlos.
Warum hier frische Früchte kein Problem sind
Frische Ananas, Kiwi und Papaya enthalten Enzyme, die Eiweiß spalten. Bei Gelatine verhindern sie deshalb das Gelieren. Agar-Agar ist dagegen ein pflanzliches Kohlenhydrat und wird von diesen Enzymen nicht angegriffen. Du kannst die Mangosoße also auch durch Kiwi, Ananas oder Maracuja ersetzen oder frische Früchte direkt auf die Creme legen. Mehr zu den Unterschieden erfährst du in Gelatine oder Agar-Agar: der Unterschied.
Varianten
- Mit Matcha: 1 TL Matchapulver mit der kalten Flüssigkeit verquirlen und mitkochen. Dazu passen Himbeeren.
- Mit Kakao: 1 bis 2 EL Kakaopulver in der kalten Flüssigkeit verrühren und etwas mehr Ahornsirup nehmen.
- Leichter: Den Anteil an Pflanzendrink erhöhen und weniger Kokosmilch nehmen. Die Creme schmeckt dann dezenter nach Kokos.
Aufbewahrung
Abgedeckt hält sich die Panna cotta im Kühlschrank zwei bis drei Tage. Agar-Gele geben mit der Zeit etwas Flüssigkeit ab. Das ist normal und lässt sich einfach abgießen. Die Mangosoße bewahrst du getrennt auf und rührst sie vor dem Servieren kurz durch.
