Panna cotta heißt übersetzt „gekochte Sahne“, und genau daraus besteht das italienische Original. Unsere Version ist leichter: Statt Sahne kommen Milch und Naturjoghurt in die Creme. Sie schmeckt dadurch frischer und etwas säuerlich, bleibt aber schön cremig. Zusammen mit einer schnellen Himbeersoße hast du ein Dessert, das sich gut vorbereiten lässt und auch nach einem größeren Essen nicht zu schwer ist.
Zutaten für 4 Portionen
Für die Panna cotta:
- 5 Blatt weiße Gelatine
- 200 ml Milch (1,5 % Fett)
- 1 Vanilleschote oder 1 TL Vanilleextrakt
- 2 bis 3 EL Zucker oder Honig
- 300 g Naturjoghurt (1,5 % oder 3,5 % Fett)
- etwas abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone, nach Wunsch
Für die Himbeersoße:
- 250 g Himbeeren, frisch oder tiefgekühlt
- 1 bis 2 EL Zucker
- 1 EL Zitronensaft
Zubereitung
- Den Joghurt etwa 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen, damit er nicht mehr eiskalt ist.
- Die Gelatine in kaltem Wasser 5 bis 10 Minuten einweichen.
- Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Milch, Zucker, Vanillemark und Schote in einem Topf erwärmen, bis sich der Zucker gelöst hat. Die Milch soll heiß sein, aber nicht kochen.
- Den Topf vom Herd nehmen und die Schote entfernen. Die Gelatine ausdrücken und in der warmen Milch unter Rühren vollständig auflösen.
- Zuerst 3 bis 4 EL Joghurt in die warme Milch rühren. Dann diese Mischung zügig unter den restlichen Joghurt rühren, bis eine glatte Creme entsteht. Nach Wunsch die Zitronenschale untermischen.
- Die Creme auf 4 Gläser verteilen, abdecken und mindestens 4 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.
- Für die Soße die Himbeeren mit Zucker und Zitronensaft in einem kleinen Topf aufkochen und 3 bis 4 Minuten köcheln lassen. Pürieren und durch ein Sieb streichen, wenn du die Kerne nicht magst. Abkühlen lassen.
- Kurz vor dem Servieren die Soße auf die Panna cotta geben.
Warum der Joghurt nicht eiskalt sein sollte
Gelatine zieht an, sobald sie abkühlt. Triffst du mit der warmen Gelatinemilch direkt auf sehr kalten Joghurt, wird sie an dieser Stelle schlagartig fest. Es entstehen kleine Klümpchen oder Fäden, die du in der fertigen Creme spürst. Deshalb gleichst du die Temperatur in zwei Schritten an: erst wenig Joghurt in die Milch, dann alles zusammen. So verteilt sich die Gelatine gleichmäßig.
Im Glas oder gestürzt?
Mit 5 Blatt Gelatine bleibt die Creme zart und löffelweich. Das passt gut zum Servieren im Glas. Möchtest du die Panna cotta auf einen Teller stürzen, nimm 7 Blatt und fülle die Creme in kleine Förmchen. Zum Stürzen löst du den Rand mit einem dünnen Messer, tauchst das Förmchen einige Sekunden in heißes Wasser und drehst es auf einen Teller.
Varianten
- Mit Erdbeeren: Statt Himbeeren pürierte Erdbeeren mit etwas Zitronensaft verwenden. Erdbeeren brauchst du nicht zu kochen, wenn sie reif und süß sind.
- Mit Kirschkompott: Sauerkirschen aus dem Glas mit etwas Saft aufkochen, mit wenig angerührter Speisestärke binden und abkühlen lassen.
- Mit Honig und Zimt: Statt Zucker Honig nehmen und eine Prise Zimt in die Milch geben. Das passt gut zu Birnen oder Äpfeln.
Frische Kiwi oder Ananas als Topping gibst du erst kurz vor dem Servieren auf die Creme. Ihre Enzyme spalten Gelatine, und die Oberfläche würde sonst mit der Zeit weich werden.
Aufbewahrung
Abgedeckt hält sich die Panna cotta im Kühlschrank etwa zwei Tage. Die Himbeersoße bewahrst du getrennt in einem Schraubglas auf, dann bleibt die Creme oben schön hell. Wenn du mehr über das Zusammenspiel von Gelatine, Temperatur und Zeit wissen möchtest, lies unseren Beitrag Gelee richtig stocken lassen.
